Krimidinner für 7 Personen
Sieben Spieler sind die größte Runde, die noch als ein Gespräch funktioniert. Darüber zerfällt der Tisch in Parallelunterhaltungen.
Was sieben Spieler ändern
Mit sieben Verdächtigen wird der Fall verzweigter. Es gibt mehr Alibis, die sich gegenseitig stützen oder widersprechen, und niemand behält alle Verbindungen im Kopf. Genau das ist der Reiz – aber es verlangt Struktur.
Achte darauf, dass jeder Akt eine klare Redeordnung hat. Ohne sie reden bei sieben Personen zwei Gruppen aneinander vorbei.
Rollen und Opfer
Sieben Charakterhefte, ein nicht spielbares Opfer, genau ein Mörder. Die sechs Unschuldigen bringen jeweils ein eigenes Geheimnis mit, sodass die Zahl der falschen Fährten mit der Gruppengröße wächst.
Zeitplan für den Abend
Rechne mit dreieinhalb bis vier Stunden. Die Vorstellungsrunde allein frisst bei sieben Figuren fast eine Stunde – kalkuliere sie großzügig, statt die Gäste zu hetzen.
- 18:30 Ankunft, Buffet ist eröffnet, Gäste kommen in ihren Rollen an
- 19:15 Erster Akt: Sieben Vorstellungen mit fester Reihenfolge, etwa 50 Minuten
- 20:05 Erster Hinweis, Pause am Buffet
- 20:45 Zweiter Akt: Gezielte Nachfragen statt freier Diskussion
- 21:25 Zweiter Hinweis und Dessert
- 22:00 Letzter Akt, Abstimmung, Auflösung
Das passende Menü
Halte das Essen bewusst schlicht. Bei sieben Gästen kostet jeder Gang Zeit, die dem Fall fehlt. Ein Buffet, das vor dem ersten Akt steht, ist die sicherste Lösung.
Stell alles kalt oder warmhaltbar bereit und kündige an, dass sich jeder zwischen den Akten bedienen darf. So wird das Essen Teil der Pausen und nicht ihr Ersatz.
Wenn jemand absagt
Bei sieben Spielern fällt der Ausfall einer Figur weniger auf als bei vier – aber ihre Hinweise fehlen trotzdem. Wenn die Figur eine Aussage über den Mörder trägt, wird der Fall unlösbar.
Sicherer ist, die Geschichte für die tatsächliche Gästezahl erstellen zu lassen, sobald alle zugesagt haben.