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Anleitung

Krimidinner selber machen

Ein eigenes Krimidinner zu schreiben ist machbar – es kostet nur mehr Zeit, als die meisten erwarten. Hier steht, woraus ein Fall besteht, wo Abende scheitern und was du abkürzen kannst.

Woraus ein Krimidinner besteht

Ein Krimidinner ist kein Rätselheft, sondern ein Netz aus Aussagen. Jeder Gast bekommt eine Figur mit einer Vorgeschichte, einem Motiv und mindestens einem Geheimnis, das er lieber für sich behält. Der Abend läuft in Akten ab, und zwischen den Akten wird ein Hinweis aufgedeckt, der die Verdächtigen neu sortiert.

Das Opfer spielt niemand mit. Es ist eine Figur, die vor dem ersten Akt stirbt und über die alle anderen etwas zu sagen haben. Wer das Opfer als spielbare Rolle einplant, verliert am Ende einen Gast.

Was du schreiben musst

Der Aufwand versteckt sich nicht in der Geschichte, sondern in ihrer Konsistenz. Jede Figur braucht ein Heft, in dem steht, was sie weiß, was sie verschweigt und wo sie zur Tatzeit war. Diese Angaben müssen zusammenpassen – wenn zwei Alibis sich widersprechen, ohne dass es Absicht war, merken es deine Gäste im dritten Akt.

  • Pro Gast ein Charakterheft mit Rolle, Motiv, Geheimnis und Beziehungen zu allen anderen
  • Ein Alibi je Akt und Figur, das mit den Alibis der anderen verzahnt ist
  • Ein Hinweis pro Aktübergang, der neue Verdächtige ins Spiel bringt
  • Eine Auflösung, die ausschließlich auf verteilten Informationen beruht
  • Eine Spielanleitung, damit die Runde ohne dich weiterläuft, wenn du in der Küche stehst

Wie lange das dauert

Rechne mit zehn bis zwanzig Stunden für einen Fall, den du zum ersten Mal schreibst. Der größte Teil davon ist Korrekturarbeit: Du änderst ein Motiv und musst drei Charakterhefte nachziehen. Wer das schon mal gemacht hat, weiß, warum die meisten beim zweiten Mal zu einem fertigen Set greifen.

Fertige Sets haben dafür ein anderes Problem. Sie sind seit Jahren im Umlauf, und es reicht ein Gast, der die Auflösung kennt. Außerdem ist die Spielerzahl fest: Sechs Rollen, sieben Gäste – dann sitzt jemand daneben oder du streichst eine Figur samt ihrer Hinweise.

Der Mittelweg

Krimischmaus schreibt den Fall für dich, aber nach deinen Vorgaben. Du gibst Setting, Epoche, Stimmung und die Zahl der Gäste vor, bekommst einen Entwurf zu sehen und änderst ihn, bis er sitzt. Danach entstehen Charakterhefte, Hinweise, Bilder und die Auflösung – geprüft auf Widersprüche in Alibis und Motiven.

Du behältst also die Idee und sparst dir die Buchhaltung, die daran hängt.

Häufige Fragen

Kann ich ein Krimidinner komplett kostenlos selber machen?

Ja. Du brauchst nur Papier und Zeit. Rechne für den ersten selbstgeschriebenen Fall mit zehn bis zwanzig Stunden, vor allem für das Abgleichen der Alibis untereinander.

Wie viele Hinweise braucht ein Abend?

Ein Hinweis pro Aktübergang reicht. Bei drei Akten sind das zwei Hinweise. Mehr Hinweise machen den Fall nicht spannender, sondern unübersichtlich.

Muss der Gastgeber die Auflösung kennen?

Nein, und es ist sogar besser, wenn nicht. Wer die Auflösung kennt, kann nicht unbefangen mitspielen. Bei Krimischmaus liegt die Auflösung in einem eigenen Heft, das erst am Ende geöffnet wird.

Bereit für euren Mordfall?

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